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Hygiene in der Praxis- Die Desinfektion bei der Praxisreinigung stellt hohe Ansprüche

Eine gründliche Desinfektion ist in derPraxis ein Muss. Das stellt auch das dental magazin in einem Artikel fest. Die hohen Hygienestandard sicher zu erfüllen, ist allerdings eine Herausforderung. Die regelmäßige und gründliche Reinigung aller Flächen allein reicht nicht. 

Erfahrungsgemäß wird bei einer Reinigung eine Keimminderung von 50 bis 80 Prozent erreicht, wobei die meisten Restkeime im Schmutzwasser, auf Tüchern, Schwämmen und anderen Putzmitteln überleben. Die Erfolgskontrolle erfolgt durch eine Sichtkontrolle. Die Keimreduktion ergibt sich hauptsächlich durch die Entfernung partikulärer Verunreinigungen und der an ihnen haftenden Mikroorganismen.

Bei der Desinfektion geht es allein darum, die Menge der potenziellen Krankheitserreger auf ein nichtinfektiöses Level zu vermindern. Dies sieht man im Allgemeinen bei einer Abtötung  von 99 999 von 100 000 Keimen der Fall. Die Hygienebeauftragten legen aufgrund einer Risikobewertung fest, in welchen Bereichen zusätzlich zur Reinigung auch eine Desinfektion zu erfolgen hat und mit welchen Maßnahmen sie erreicht werden soll. Üblich ist hier Wisch-Desinfektion mit einem selbst hergestellten Lösung oder, für kleinere Flächen wie zum Beispiel für Armlehnen oder Telefonhörer, mit einem alkoholischen Einmaltuch. Beide Verfahren werden unter Verwendung von Lösungen bzw. Mischkomponenten durchgeführt, die den Empfehlungen des Robert Koch-Instituts (RKI) folgen und VAH-geprüft sind (Verbund für angewandte Hygiene e. V.). Leider gibtes zu viele Faktoren, die eine Fehlerquelle zulassen. Nicht nur die Unerreichbarkeit von Flächen, Fugen und Ecken, sondern auch die Routine der Mitarbeiter führen schnell zu Pathogenen.

Es gibt im Hygienemanagement in der Praxis viele Dinge, die sich von selbst verstehen. Es helfen auch die Empfehlungen des RKI und die Desinfektionsmittelliste des VAH. Doch leider lässt sich der Erfolg der alltäglichen Desinfektionsmaßnahmen nicht leicht kontrollieren. Misserfolge treten erst dann zutage, wenn es zu spät ist – in Form unvorhergesehener Infektionen bei den eigenen Patienten. Und die hohe Mobilität in unserer Zeit kann zu einer beschleunigten Verbreitung bestimmter Erkrankungen beitragen.

Den ganzen Bericht finden Sie hier:

http://www.dentalmagazin.de/praxismanagement/qm/Hygiene-in-der-Zahnarztpraxis-Welche-Restrisiken-gibt-es_311686.html